Ohr-Akupunktur
Der französische Arzt Paul Nogier gilt als Begründer der
modernen Ohr-Akupunktur, die sich nach Vorstellung seines Konzeptes
der Diagnose und Therapie in die französische und chinesische Schule
entwickelte. Im Gegensatz zur chinesischen Akupunktur projiziert die
Ohr-Akupunktur die Körperorgane auf das Ohr und nicht auf den
kompletten Körper.
Diese Heilmethode zählt zu den regulationstherapeutischen
Maßnahmen. Sie geht davon aus, dass sich ein Organismus selbst
reguliert, Störungen kompensiert und Heilungsprozesse initiiert und
aufrecht erhält. Die Ohr-Akupunktur wird angewandt, um die
Autoregulation zu stimulieren und findet ihren Einsatz unter anderem
bei Schmerzen, Allergien und Suchterkrankungen.
Sie zählt zu den wichtigsten Heilungsmethoden der
Aurikulotherapie, die alle Heilmethoden am Ohr, so auch Manipulation
durch Massage, Laser- und Schwachstrombehandlung, beinhaltet. Wie bei
der Akupunktur werden bestimmte Punkte durch Nadelreize stimuliert.
Von den Krankenkassen wurden Modellversuche zur Akupunktur
gestartet. So werden einige der in diesen Versuchen behandelten
Anwendungen teilweise von den Kassen getragen.
Wirbelsäulentherapie nach Dorn
Dieter Dorn entwickelte diese noch recht junge Methode, als er
das moderne Leben als Ursache für Bewegungsmangel und Fehlbelastungen
identifizierte, die zu einer Fehlstellung der Wirbelsäule und des
Beckens führe.
Die Durchführung geschieht rein manuell und wird lediglich mit
den Händen ohne weitere Geräte oder Medikamente durchgeführt.
Einerseits werden behandlungsbedürftige Beinlängendifferenzen und
andererseits unmittelbare aber auch andere Leiden direkt an der
Wirbelsäule behandelt. Dazu werden unter anderem die Bandscheiben
durch Manipulation an den Dornfortsätzen bewegt. Da aus jedem Wirbel
ein Nervenpaar zu Organen im gleichen Körpersegment führt, wird die
Methode auch zur Therapie anderer Beschwerden eingesetzt.
Die Dorn-Methode ist sehr leicht zu erlernen und bietet dem
Patienten zudem die Möglichkeit, sich selbst weiter zu behandeln. Sie
ist in Deutschland recht weit verbreitet, findet aber auch
international immer mehr Anhänger.
Klassische Ausleitungsverfahren
Das Ziel der ausleitenden Verfahren ist die Entgiftung der
Körpersäfte. Dies kann über die Haut, den Darm oder die Nieren geschehen.
Schon im Altertum und frühen Mittelalter kamen ausleitende
Verfahren zum Einsatz, nur findet die ihnen zugrunde liegende Lehre
mittlerweile keine Anwendung mehr. Endogene oder exogene Giftstoffe,
Abbauprodukte und Stoffwechselschlacke stehen vielmehr heute im Visier
der Therapeuten.
Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Methoden, die zu den
ausleitenden Verfahren zählen. Diese haben zwar vergleichbare Ziele
gehen aber unterschiedlich vor. So gibt es beispielsweise das
Schröpfen, bei dem besondere Schröpfgläser auf die Haut aufgesetzt
werden und ein Unterdruck für die Ausleitung über die Haut sorgt. Auch
der Aderlass zählt zu den Ausleitungsverfahren. Des weiteren findet der
Blutegel bei einer Reihe von Beschwerden seinen Einsatz. Auf eine
andere Art wirkt die Baunscheidttherapie. Ein mit Nadeln versehenes
Gerät, dass in ein bestimmtes hautreizendes Öl getaucht wurde, wird
beiderseits der Wirbelsäule ein bis zwei Millimeter in die Haut
gestochen. Ziel ist auch hier wieder das Ausleiten durch die Haut.
Wickel und Schwitzkuren wirken auf eine andere Art. Während die Wickel
die Körpertemperatur beeinflussen, ist es das Ziel der Schwitzkuren,
die Giftstoffe mit dem Schweiß auszuscheiden.
Reiki
Reiki ist eine Technik des Energieausgleichs, also der Lehre oder
Wissenschaft des Geheimen, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan
entwickelt bzw. entdeckt wurde. Reiki bedeutet übersetzt soviel wie
'Universale Lebensenergie' oder 'Schöpferische/Heilende Kraft des
Universums'.
Das Ziel dieser Technik ist eine ganzheitliche körperliche und
seelische Heilung.
Bei der Anwendung dient der Praktizierende als Kanal, um das
Reiki an den Empfänger weiter zu leiten. Das Reiki fließt von allein
an den Ort, an dem es benötigt wird, um die Selbstheilungskräfte des
Körpers zu unterstützen.